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Pflegehinweise

Tattoos

Bedenken Sie, dass das tätowieren Stress für den Körper bedeutet! Um diesen Stress möglichst gering zu halten sollten Sie sich folgendermasen auf den Termin vorbereiten:

  • Kommen Sie gut ausgeschlafen und entspannt zu Ihren Termin
  • Am Tag zuvor und am Tag des Termins, keinen Alkohol, keine Drogen oder blutverdünnenden Mittel/Medikamente einnehmen
  • Planen Sie Ihren Termin nicht kurz vor einem Urlaub, wenn Sie in Regionen Reisen wo Ihr frisches Tattoo mit starker Sonneneinstrahlung, Salz- oder Chlorwasser in Berührung kommt.
  • Informieren Sie Ihren Tätowierer über eventuelle Allergien oder Hautkrankheiten.
  • Wenn Sie HIV-Positiv sind oder Hepatitis haben sagen Sie das vor dem Termin.
  • Falls Sie Epilepsie oder Diabetes haben oder hochschwanger sind, sollten Sie sich nicht tätowieren lassen.

Gehen wir einmal davon aus, dass Sie Ihr Tattoo erhalten haben. Dann sollten Sie die folgenden Punkte genau befolgen, da es aufgrund von nachlässiger oder falscher Pflege zu einer schlechten Abheilung führen kann. Darunter leidet die Haut und auch die Qualität des Tattoos.

Um äußere Einwirkungen (Schmutz, Fasern von Textilien etc.) so gering wie möglich zu halten, wird das frisch gestochene Tattoo mit einer Folie abgedeckt. Diese Folie sollte spätestens fünf Stunden nach dem tätowieren entfernt werden. Danach das Tattoo mit einem Fusselfreiem Tuch (Küchentücher) abtupfen und bei Bedarf nachchremen.

Das Tattoo sollte bis zur vollständigen Abheilung immer leicht mit Wundheilsalber (Panthenol o. Bepanthen) benetzt sein.

Der Schorf (Kruste) nicht durch kratzen oder "herrumpulen" entfernen. Die Kruste wird von alleine abfallen. Bei starkem Juckreiz können leichte Schläge mit der flachen Hand oder erneutes einchremen helfen.

Vermeiden Sie Vollbäder, Chlorwasser, Sauna und Sport in den ersten 14 Tagen.

Eine frisch gestochene Tätowierung ist wie eine Wunde zu behandeln. Gehen Sie sorgsam damit um.

Piercings

Sie sind jetzt Träger eines Piercings

Der erfolgreiche Heilungsverlauf erfordert eine genaue Durchführung der Nachsorgemaßnahmen. Halten sie sich bitte genauestens an die Nachsorgeregeln, um lange Freude an ihrem Piercing zu haben.

Nach jedem Piercing kann es zu leichteren Blutungen kommen. Drücken sie mit sauberem Tuch auf das Piercing bis die Blutung steht. Danach das Piercing wie unten beschrieben behandeln. Nach jedem Piercing kann eine leichte Rötung und Schwellung vorkommen. Diese Erscheinungen klingen nach kurzer Zeit ab. Behandeln sie da Piercing mit kühlen Auflagen, im Mundbereich lutschen sie Eiswürfel (kein Speiseeis).

Bis zur völligen Abheilung sollten alle Infektionsquellen gemieden werden, auch der Kontakt mit fremden Körperausscheidungen (Speichel, Sperma etc.)

Sie müssen ihr Piercing 2x täglich pflegen

Die Pflege kann durchaus unter der Dusche erfolgen. Achten sie darauf, dass keine Herkömmlichen Seifen, Duschgels, Deodorants etc. in die Wunde kommen. Kosmetika sind verboten.

Die folgenden Schritte 1-6 der Nachsorge führen sie genau 2x täglich durch, aber bitte nicht öfters.

  1. Bevor sie das Piercing berühren, müssen sie sich jedes Mal die Hände mit antiseptischer Seife (z.B.Arztseife Beiersdorf) waschen. Sie erhalten diese Seife in der Apotheke.
  2. An den Wundrändern und an dem Schmuckstück bilden sich Krusten aus Lymphflüssigkeit und Blut. Besorgen sie sich eine desinfizierende Lösung (z.B Octenisept) in der Apotheke und Q-Tipps. Reinigen sie mit Q-Tipps, desinfizierender Lösung und desinfizierender Seife die Wundränder und das Schmuckstück.
  3. Bewegen sie das Schmuckstück einige Male im Stichkanal und reinigen wie oben beschrieben auch die Stellen des Schmuckstückes, die normalerweise vom Stichkanal bedeckt sind. Bei Piercings an der Zunge spülen sie den Mund 2x täglich mit Hexorallösung (erhältlich in der Apotheke). Spülen sie danach den Mund mit klaren Wasser. Danach ist die Pflege abgeschlossen.
  4. Trocknen sie die Piercingstelle mit einem sauberen Einmaltuch und tragen an den Wundrändern dünn etwas Tyrosur Gel (erhältlich in der Apotheke) auf.
  5. Decken sie das Piercing, mit einem Wundpflaster oder einer Kompresse (Nabel) ab.
  6. Bei einem Lippenpiercing müssen sie den äußeren Teil des Piercing wie ein normales Hautpiercing versorgen. Den inneren Schleimhautanteil wie beim Zungenpiercing.

Beachten sie bei Piercings im Mundbereich (Zunge, Lippe)

Mundspülung nach jedem Essen.
Verzichten sie in der Einheilungsphase auf Alkohol, Tabak und Milchprodukte. Meiden sie sehr heiße Getränke, scharfe Speisen und säurehaltige Speisen (Obst)
Bei Schwellungen im Mund Eiswürfel lutschen. Eiswürfel auch aus Salbei und Kamillentee herstellen.
Keine feuchten Küsse, kein Oralsex in der Abheilungsphase ca. 6-8 Wochen.
Beim Zungenpiercing kann die Selbstreinigung der Zunge am Gaumen beeinträchtigt sein. Säubern sie daher ihre Zunge mit einer weichen Zahnbürste regelmäßig.
Nach der Einheilungsphase nehmen sie bitte den Schmuck regelmäßig aus der Zunge und reinigen sie den Stichkanal mit Hexorallösung und einem Q-Tipp.
Tragen sie niemals fetthaltige Salben auf ihr Piercing auf.
Bei einem Augenbrauenpiercing sollten sie keine Kontaktlinsen bis zur vollständigen Abheilung tragen.
Decken sie den Schmuck beim Nabelpiercing mit einer Kompresse ab. Tragen sie keine engen Kleidungsstücke.
Saunieren, Solarium, Whirlpool, Baden im freien Gewässer und Sonnenbaden ist der optimalen Heilung ihres Piercing abträglich.
Metall ist ein guter Kälteleiter. Schützen sie besonders breitflächigen Piercingschmuck vor Kälteeinwirkung, da es sonst zu Erfrierungen kommen kann.
In der Abheilungsphase, die je nach Piercing bis zu mehreren Monaten dauern kann, dürfen sie keine Manipulation, wie z.B. Ketten anhängen vornehmen. Auch nach der Einheilungsphase kann jede Manipulation zu neuerlichen Entzündungserscheinungen führen.
Sollte es zu starken Schmerzen, extremen Schwellungen, Rötungen oder anderen Zeichen einer Infektion kommen, die trotz gewissenhafter Pflege nicht abklingen, suchen sie bitte umgehend ein Arzt auf.

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